Strahlentherapie

Strahlentherapie

Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Radioonkologie) ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der medizinischen Anwendung ionisierender Strahlung auf den Menschen beschäftigt, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern. Als ionisierende, hochenergetische Strahlen werden in unserer Abteilung in erster Linie hochenergetische Röntgenstrahlen verwendet.

Strahlentherapie umfasst die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen. Sie wird von Fachärzten für Strahlentherapie unter Mitwirkung von medizinisch technischen Röntgenassistenten (MTRA) und spezialisierten Medizinphysikern (MPE) ausgeübt.

Der eigentlichen Therapie geht ein komplexer Planungsprozess – die Bestrahlungsplanung – voraus. Umfangreiche organisatorische und technische Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Bestrahlungsfehler weitgehend ausgeschlossen werden können.

Die Strahlentherapie kennt Methoden zur Teletherapie (von griech. tele ‚fern‘), wobei die Strahlung von außen auf den Körper des Patienten einwirkt, und die Brachy- oder Afterloadingtherapie (von griech. brachys ‚nah‘, ‚kurz‘), bei der die Strahlenquelle sich im oder direkt am Körper befindet.

Bei der Teletherapie wird die erforderliche Strahlung normalerweise in Linearbeschleunigern erzeugt, die sowohl Elektronen- als auch Röntgenstrahlung mit hohen Energien bereitstellen können.

Eine Sonderform der Teletherapie stellt die intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs dar. Hier werden niedrig energetische Röntgenstrahlen verwendet, deren Eindringtiefe in das umgebende Gewebe nur gering ist.

Die Brachytherapie wird in unserem Haus überwiegend bei gynäkologischen Tumoren eingesetzt. Hier erfolgt die Applikation der Strahlung über eine kleine radioaktive Quelle, die ebenfalls nur eine geringe Eindringtiefe ins umgebende Gewebe hat.

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